Regional in Lüneburg

Gesetzeskonforme Öltankentsorgung

Erhalten Sie ein passendes Angebot für die fachgerechte Demontage, Reinigung und Entsorgung Ihres Öltanks. Finden Sie einen regionalen Fachbetrieb, der Ihren Tank sicher und in vollem Einklang mit der aktuellen AwSV demontieren darf.

  • Kostenfreies Angebot für Lüneburg
  • Ausführung durch zertifizierten AwSV-Fachbetrieb
  • Inklusive rechtssicherem Entsorgungsnachweis

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Gesetzliche Vorgaben (WHG & AwSV) für Lüneburg

Ein Heizöltank ist keine gewöhnliche Entsorgungssache. Da Heizöl gesetzlich als wassergefährdender Stoff eingestuft wird, greift hier das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) als oberstes Schutzfundament. Die konkreten Pflichten für Sie als Betreiber – insbesondere zur fachgerechten Demontage, zur Fachbetriebspflicht und zur Überwachung – werden in der zugehörigen Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) verbindlich geregelt.

Tankart & Volumen
Oberirdisch (unter 1.000 Liter)
Fachbetriebspflicht: Nein TÜV-Prüfung: Nein
Tankart & Volumen
Oberirdisch (1.000 - 10.000 Liter)
Fachbetriebspflicht: Ja (AwSV-Zertifizierung nötig) TÜV-Prüfung:
Nein Ausnahme: Wasserschutzgebiet
Tankart & Volumen
Oberirdisch (über 10.000 Liter)
Fachbetriebspflicht: Ja TÜV-Prüfung: Ja (Zwingend)
Tankart & Volumen
Erdtanks (unterirdisch, alle Größen)
Fachbetriebspflicht: Ja TÜV-Prüfung: Ja (Zwingend)
Tipp zur Tankgröße: Sind Sie sich unsicher bezüglich des genauen Volumens Ihrer Anlage? 3.000 bis 4.000 Liter sind der Standard für etwas ältere oder größere Einfamilienhäuser.

Achtung: Wasserschutzgebiete in Lüneburg

Sollte Ihr Grundstück in einem ausgewiesenen Wasserschutzgebiet liegen, gelten nach der AwSV deutlich strengere Vorschriften für Ihren Heizöltank. Rechtlich gleichgestellt sind dabei Trinkwasserschutzgebiete und staatlich anerkannte Heilquellenschutzgebiete (§ 53 WHG). Im Landkreis Lüneburg prägen die gut durchlässigen Porengrundwasserleiter der Geestlandschaft sowie das sensible Einzugsgebiet der Ilmenau die lokale Hydrologie und speisen die bedeutenden regionalen Trinkwasservorkommen. Genau zum Schutz dieser wertvollen regionalen Wasserressourcen vor gefährlichen Ölschäden dienen die ausgewiesenen Schutzzonen, weshalb dort die verschärften Auflagen zwingend gelten.

Prüfen Sie den genauen Status über das offizielle Umweltkarten-Portal des Landes Niedersachsen:

  1. Öffnen Sie das Portal Umweltkarten Niedersachsen.
  2. Hinweis zur Ladezeit: Das System verarbeitet große Datenmengen. Bitte lassen Sie die Seite in Ruhe aufbauen.
  3. Geben Sie oben in der Suchleiste nacheinander die Begriffe "wsg" (für Wasserschutzgebiet) sowie "hqsg" (für Heilquellenschutzgebiet) ein und aktivieren Sie die entsprechenden Karten-Layer.
  4. Navigieren Sie zu Ihrer Adresse und prüfen Sie, ob sich das Grundstück in einer der nun markierten Schutzzonen befindet.

Fällt Ihr Grundstück in eines dieser Gebiete, greift für Ihre Anlage die verschärfte 1.000-Liter-Prüfgrenze der AwSV.

Häufige Fragen zur Tankdemontage in Lüneburg

Was kostet die Entsorgung eines Öltanks in der Regel?
Die tatsächlichen Entsorgungskosten hängen maßgeblich von der individuellen Einbausituation, dem Tankvolumen und der Bauart ab. Grundsätzlich gilt: Ein größeres Tankvolumen bedeutet mehr Aufwand, und Kunststofftanks lassen sich meist günstiger demontieren als alte Stahltanks. Für die Entsorgung eines Kunststofftanks im Keller beginnen die Preise ab circa 500 Euro. Die aufwendigere Demontage und Zerkleinerung von geschweißten Stahltanks startet ab etwa 800 Euro. Handelt es sich um eingegrabene Erdtanks, erfordert dies zusätzliche Sicherungs- und Erdarbeiten, weshalb die Kosten hierfür in der Regel erst ab 1.500 Euro beginnen.
Gibt es Fördermittel für die Öltankentsorgung?
Die reine Entsorgung wird nicht isoliert gefördert. Tauschen Sie Ihre alte Ölheizung jedoch gegen eine klimafreundliche Alternative (z. B. Wärmepumpe), können die Kosten für die Tankdemontage als "Umfeldmaßnahme" im Rahmen der BEG-Förderung (KfW/BAFA) mit bis zu 70 % bezuschusst werden.
Darf ich meinen alten Öltank selbst ausbauen und entsorgen?
Nein. Gemäß § 45 der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) besteht für Heizölanlagen über 1.000 Liter eine strikte Fachbetriebspflicht. Die Anlage darf nur von einem zertifizierten Fachbetrieb nach der AwSV (Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen) stillgelegt und demontiert werden.
Muss der ausgebaute Tank beim Amt abgemeldet werden?
Ja, prüfpflichtige Anlagen (z. B. Erdtanks oder oberirdische Tanks über 10.000 Liter bzw. 1.000 Liter in Wasserschutzgebieten) müssen bei der zuständigen Unteren Wasserbehörde in Lüneburg offiziell abgemeldet werden. Wichtig: Hier reicht die Bescheinigung des ausführenden Handwerkers nicht aus! Die gesetzliche Stilllegungsprüfung muss zwingend durch einen unabhängigen, zugelassenen AwSV-Sachverständigen (z. B. von TÜV, DEKRA, AWS) erfolgen. Der AwSV-Fachbetrieb bereitet den Tank vor und reinigt ihn, der Sachverständige nimmt die Anlage ab und erstellt den zwingend erforderlichen Prüfbericht für das Amt.
Wie wird ein großer Stahltank aus dem Keller transportiert?
Der Tank wird nicht im Ganzen abtransportiert. Nach der Reinigung wird der Stahl direkt im Heizungskeller mit speziellen, funkenfreien Blechknabbern (Nibblern) in tragbare Einzelteile zerschnitten. Das ist sicher, geruchsarm und schützt die Bausubstanz Ihres Hauses.
Wie lange dauert die Tankdemontage vor Ort?
In der Regel dauern die Arbeiten zwischen vier Stunden und zwei Arbeitstagen. Die Entsorgung einer Kunststoffbatterie dauert oft nur rund vier Stunden, während ein großer Stahltank (z.B. 10.000 Liter) etwa acht Stunden in Anspruch nimmt.
Kann ich die Kosten von der Steuer absetzen?
Ja. Private Hausbesitzer können die reinen Lohnkosten der Handwerker als haushaltsnahe Dienstleistungen in der Steuererklärung geltend machen. Dabei können bis zu 6.000 Euro angesetzt werden, was eine Erstattung von maximal 1.200 Euro ermöglicht.
Was passiert mit dem Restöl? Bekomme ich den aktuellen Tagespreis?
Viele Fachbetriebe bieten einen Heizöl-Ankauf an und rechnen den Wert des verbliebenen Öls auf Ihre Entsorgungskosten an. Aber Achtung: Heizöl altert. Über die Jahre bildet sich am Tankboden sogenannter Ölschlamm, der nicht mehr nutzbar ist und als Sondermüll teuer entsorgt werden muss. Zudem kann überaltertes Heizöl feine Filter moderner Heizungsanlagen verstopfen. Erwarten Sie daher für das Restöl nicht den vollen, aktuellen Börsenpreis. Der Fachbetrieb muss das Öl filtern oder der industriellen Verwertung zuführen. Der Ankauf bleibt dennoch die komfortabelste Lösung, um Ihre Gesamtkosten zu senken und das Öl sicher loszuwerden.
Muss ein unterirdischer Erdtank zwingend ausgegraben werden?
Nein. Wenn Sie die Fläche im Garten nicht anderweitig benötigen, kann der Tank nach der fachgerechten Reinigung und Stilllegung auch einfach mit Sand oder Kies verfüllt werden. Das erspart Ihnen die hohen Kosten für den Baggeraushub. Alternativ lassen sich gereinigte Stahltanks oft zu einer Regenwasserzisterne umrüsten.